Öl- und Gasbohrungen an der Algarve: Update Juli 2016

Ergebnisse einer Parlamentsanhörung am 1. Juli 2016
Mittwoch, 06 Juli 2016 | Wirtschaft

Am Freitag, den 1. Juli 2016, wurde das umstrittene Vorhaben der Öl- und Gasexploration an der Algarve im portugiesischen Parlament in Lissabon erörtert. Dabei wurden von den Parteien 5 verschiedene Vorschläge zur Abstimmung gebracht. Lediglich die folgenden Punkte fanden Zustimmung:

  • Das sofortige vorübergehende Aussetzen aller konventionellen und unkonventionellen Explorationsverfahren an der Algarve
  • Verbindliche Prüfungen der Umweltverträglichkeit (Estudos de Impacto Ambiental) ab den ersten Phasen der Exploration
  • Prüfung aller Risiken der Exploration und Förderung sowie Identifizierung von Prozessen zur Risikominimierung und -vermeidung
  • Anregung einer sozio-ökonomischen Studie mit speziellem Fokus auf die Auswirkungen der Exploration und Förderung auf den Wirtschaftssektor, insbesondere auf den Tourismus
  • Veröffentlichung aller Ergebnisse der Überprüfungen der abgeschlossenen Verträge und Rücktritt vom Vertrag bei festgestellten Unregelmäßigkeiten

Lediglich PSD und CDS stimmten gegen nahezu alle diese Vorschläge, waren doch die meisten Verträge während ihrer Regierungszeit abgeschlossen worden. Außerdem war die PSD die einzige Partei, die im Februar 2016 im Europäischen Parlament für das Fracking stimmte.

Die Regierung ist an das Abstimmungsergebnis nicht gebunden, da die Beschlussfassung lediglich den Charakter einer Handlungsempfehlung hatte. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen in nächster Zeit gezogen werden.

 

Dieser Artikel  ist eine auszugsweise Übersetzung einer Nachricht der ASMAA - Algarve Surf and Marine Activities Association vom 5. Juli. Den kompletten Wortlaut können Sie HIER finden:

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